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DrinkMasterPro
Tuxedo Cocktail-Rezept

Schwierigkeit

Mittel

Zeit 5 m

Tuxedo

Gin, süßer Wermut, Maraschino und ein Absinthausspülen: warum der Tuxedo gerührt und nicht geschüttelt wird und was die Kirsche zur Balance beiträgt.

Aktualisiert: 2026-09-18

01 Zutaten

Gin 6 cl
Süßer Wermut 3 cl
Maraschino-Likör 0,75 cl
Orangenbitter 2 Spritzer
Absinth 1 Spritzer zum Ausspülen
Luxardo-Kirsche 1 zum Garnieren

02 Zubereitung

01

Gin, süßen Wermut, Maraschino-Likör und Orangenbitter in ein Mischglas geben.

02

Mit Eiswürfeln dreißig Sekunden rühren, bis das Glas beschlägt.

03

Ein gekühltes Coupe-Glas mit Absinth ausspülen und den Rest ausschütten.

04

Die Mischung abseihen und mit einer Luxardo-Kirsche garnieren.

Ein alter Martini-Verwandter

Der Tuxedo taucht in Barkarten des späten neunzehnten Jahrhunderts auf und gilt als elegantere Fassung des Martini: statt trockenem Wermut kommt süßer hinein, dazu Maraschino und zwei Sorten Bitter. Optisch blass und klar, aromatisch aber deutlich komplexer als ein Martini.

Die Mengen und ihr Zusammenspiel

Sechs Zentiliter Gin bilden das Rückgrat; ein trockener London Dry mit Wacholder und Zitrus passt besser als ein moderner Botanical-Gin, der mit dem Maraschino konkurriert. Drei Zentiliter süßer Wermut bringen Süße, Vanille und Kräuter, ein Verhältnis von zwei zu eins zum Gin. Der Maraschino-Likör ist mit 0,75 Zentilitern sparsam dosiert, denn er ist sehr aromatisch und kann den Drink kippen lassen. Zwei Spritzer Orangenbitter verbinden Gin und Wermut, und ein Spritzer Absinth im Glas gibt dem Abgang eine anisige Kühle.

Rühren und das Absinthausspülen

Alle Zutaten außer dem Absinth mit Eiswürfeln ins Mischglas und dreißig Sekunden rühren. Schütteln würde die klare Optik zerstören und den Drink zu schnell verdünnen. Für das Ausspülen einen Spritzer Absinth ins gekühlte Coupe-Glas geben, das Glas schwenken, bis die Innenwand komplett benetzt ist, und den Rest ausschütten. Ein zu großzügiger Absinthrest macht aus dem Drink einen Sazerac.

Alkoholgehalt und Kalorien

Ein Gin mit 44 % vol und süßer Wermut mit 16 % vol ergeben nach dem Rühren etwa 30 % vol im Glas. Eine Portion mit 6 Zentilitern Gin liegt bei rund 190 Kalorien, die Kirsche bringt etwa 10 weitere.

Typische Fehler

  • Schütteln. Der Drink wird trüb und wässrig.
  • Zu viel Maraschino. Bei mehr als einem Zentiliter dominiert der Kirschton und der Gin verschwindet.
  • Absinth einrühren. Er soll nur die Wand benetzen, sonst wird der Drink zum Absinth-Cocktail.
  • Luxardo-Kirsche durch Cocktailkirsche ersetzen. Die künstlich gefärbte Variante bringt nur Zucker und Lebensmittelfarbe.

Varianten mit Namen

Der Tuxedo Nr. 2 ergänzt einen Spritzer Maraschino und verzichtet auf den Absinth. Ein Martinez ersetzt den Maraschino durch etwas mehr Wermut und ist runder und süßer.

Wann er an den Tisch kommt

Als Aperitif vor einem mehrgängigen Menü oder als eleganter Abschluss eines Abends. Er passt zu salzigen Snacks wie Oliven, Mandeln oder geräuchertem Fisch.

Warum wird das Glas mit Absinth ausgespült und nicht gespritzt?

Beim Ausspülen bleibt nur ein Hauch Aroma an der Wand. Direktes Zugeben bringt deutlich mehr Anis und verdrängt den Gin.

Welcher Wermut passt?

Ein italienischer süßer Wermut mit klarer Vanillenote. Ein sehr süßer Wermut macht den Tuxedo schwer, ein Punt e Mes gibt ihm mehr Bitterkeit.

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