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DrinkMasterPro
Stinger Cocktail-Rezept

Schwierigkeit

Einfach

Zeit 5 m

Stinger

Brandy und weiße Crème de Menthe im Verhältnis drei zu eins: warum der Stinger geschüttelt wird, wie kalt er gehört und was grüne Minze anrichtet.

Aktualisiert: 2026-09-18

01 Zutaten

Brandy 4,5 cl
Weiße Crème de Menthe 1,5 cl
Minzblatt zur Garnitur

02 Zubereitung

01

Brandy und weiße Crème de Menthe mit Eiswürfeln in den Shaker geben.

02

Zehn Sekunden kräftig schütteln, bis der Shaker beschlägt.

03

In ein gekühltes Cocktailglas abseihen.

04

Mit einem Minzblatt garnieren.

Ein Digestif aus der Zeit vor dem Kühlschrank

Der Stinger ist ein Kind der amerikanischen Bar des späten neunzehnten Jahrhunderts. Sein Ruf war der eines Getränks für den Morgen danach: kalt, minzig, mit genug Alkohol, um wieder auf die Beine zu kommen. In den Siebzigerjahren verschwand er aus den Karten, weil die Crème de Menthe in Verruf geriet.

Zwei Zutaten, ein klares Verhältnis

Vierkommafünf Zentiliter Brandy sind die Basis. Ein Cognac mit mindestens 40 % vol passt am besten, weil er Tiefe und Tannin mitbringt; ein junger Weinbrand schmeckt dünn und wird von der Minze überdeckt. Anderthalb Zentiliter weiße Crème de Menthe liefern Minze und Süße, also ein Verhältnis von drei zu eins. Die weiße Variante ist Pflicht: Die grüne färbt den Drink olivgrün und übertönt den Brandy.

Warum geschüttelt und nicht gerührt wird

Beide Zutaten sind schwer und süß; Rühren kühlt sie nicht genug ab. Deshalb wird kräftig mit Eiswürfeln geschüttelt, etwa zehn Sekunden, und dann in ein gut gekühltes Cocktailglas abgeseiht. Der Stinger wird ohne Eis serviert, denn Eis im Glas verdünnt ihn und nimmt ihm die klare Minznote. Wer ihn länger trinken will, gibt einen großen Würfel hinein.

Alkoholgehalt und Kalorien

Cognac mit 40 % vol und Crème de Menthe mit rund 24 % vol ergeben im Glas etwa 32 % vol. Eine Portion liegt bei ungefähr 150 Kalorien, wovon die Hälfte aus der Süße des Likörs stammt. Damit gehört der Stinger zu den stärksten Klassikern überhaupt.

Typische Fehler

  • Grüne Crème de Menthe verwenden. Der Drink wird trüb und schmeckt nach Zahnpasta.
  • Zu viel Likör. Ab zwei Zentilitern dominiert die Minze und der Brandy verschwindet.
  • Warm servieren. Bei Zimmertemperatur schmeckt der Drink sprittig und klebrig.
  • Zitrone dazugeben. Sie kollidiert mit der Minze und macht den Abgang sauer.

Varianten mit Namen

Der Stinger on the Rocks wird über einen großen Eiswürfel abgeseiht und bleibt länger trinkbar. Ein Vodka Stinger tauscht den Brandy gegen Wodka und wird dadurch neutraler und deutlich kürzer im Abgang.

Wann er gereicht wird

Als letzter Drink des Abends, klassischerweise nach dem Kaffee. Er passt zu dunkler Schokolade, aber nicht zu fruchtigen Desserts.

Wird der Stinger mit Cognac oder mit Weinbrand gemacht?

Beides funktioniert; Cognac gibt mehr Tiefe. Ein Weinbrand aus dem Supermarktregal reicht, wenn er mindestens 38 % vol hat.

Warum heißt der Drink Stinger?

Der Name bezieht sich auf den minzigen Stich im Abgang, der dem Drink seinen Charakter gibt. Er hat nichts mit einem Insekt zu tun.

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