Schwierigkeit
Einfach
Martini klassisch
Rezept für den klassischen Martini mit dem richtigen Gin-Wermut-Verhältnis, warum er gerührt und nie geschüttelt wird, Zitronenzeste oder Olive und die Variante mit süßem Wermut.
Aktualisiert: 2026-09-18
01 Zutaten
02 Zubereitung
Das Martiniglas zehn Minuten im Gefrierschrank vorkühlen.
Gin und Wermut mit großem Eis in ein Rührglas geben.
25-30 Sekunden mit dem Barlöffel rühren; einen Martini niemals schütteln.
In das eiskalte Glas abseihen, ohne Eis im Glas.
Mit einer Zitronenzeste garnieren, deren Öle über die Oberfläche gesprüht werden, oder mit einer Olive.
Beim Martini entscheidet die Temperatur
Ein Martini scheitert selten an der Ginsorte, sondern an der Kälte. Steht er lauwarm im Glas oder hat zu viel Wasser gezogen, schmeckt selbst ein guter London Dry fad. Glas, Rührglas und Barlöffel gehören deshalb vor dem Mixen ins Gefrierfach.
Das Verhältnis von Gin und Wermut
Der moderne Standard liegt bei 5 Teilen Gin auf 1 Teil trockenen Wermut, also 75 ml und 15 ml. So gebaut rundet der Wermut den Alkohol ab, bringt Kräuternoten und lässt Wacholder und Koriander trotzdem vorne stehen. Ein Dry Martini geht auf 6:1 oder 7:1 und wird schärfer, ein Wet Martini auf 3:1 und wird weicher — vorausgesetzt, der Wermut ist frisch geöffnet und von guter Qualität.
Warum gerührt und nicht geschüttelt wird
Rühren kühlt langsam und kontrolliert. Nach 25 bis 30 Sekunden auf großem Eis liegt der Drink bei etwa 4 bis 6 Grad und hat rund 20 Prozent Wasser aufgenommen, genau so viel, wie er zum Öffnen der Aromen braucht. Schütteln geht schneller, schlägt aber Luft ein, trübt die Flüssigkeit und hinterlässt einen Schaum, der im Martini schmutzig aussieht. Geschüttelt wird nur, wenn die Rezeptur Saft, Sirup oder Sahne enthält.
Zitronenzeste oder Olive
Beide Garnituren verändern den Drink. Die Zitronenzeste wird über der Oberfläche ausgepresst, damit die Zitrusöle in der Nase landen: Sie betont das Trockene. Die Olive bringt Salz und einen fetten Punkt, der den Abgang verlängert; ein halber Teelöffel Olivenlake verstärkt diese Salzigkeit.
Süßer Wermut, Alkoholgehalt und Fehler
Ein Perfect Martini mischt trockenen und süßen Wermut zu gleichen Teilen, etwa 7,5 ml von jedem auf 75 ml Gin, und bekommt dadurch einen süßen Unterton, der zu würzigen Gins passt. Nur mit süßem Wermut im Verhältnis 2:1 entsteht der Sweet Martini, eher ein Aperitif als ein Spirituosencocktail.
Der fertige Drink liegt bei 30 bis 33 Volumenprozent Alkohol und etwa 160 bis 190 kcal. Die zwei häufigsten Fehler: Wermut, der seit Monaten offen steht und nach drei bis vier Wochen oxidiert ist, und Crushed Ice, das schmilzt, bevor die Mischung kalt ist.
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